#1

Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:14
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

Hier möchte ich euch mal einen Eindruck vermitteln, wie ein Transport aussieht.
Die Strecke ist lang - es sind viele Stunden, die man sitzt, in denen man nicht immer spricht, nicht immer der Musik lauscht, in denen man aber immer das Rollen der Räder und das Brummen des Motors hört.
Kurze Videoausschnitte der Fahrt als solcher sind nur ein Bruchteil dessen, was über Stunden den Erlebnisinhalt ausmacht ...
Mit diesem schönen, speziell für die Reise unserer Tierschutzhunde hergerichteten Bus machen wir uns am Dienstag, 23.11., auf den Weg nach Spanien. (Nicht erschrecken - dieses Foto vom Bus wurde unmittelbar nach dem Kauf gemacht. Der Bus wurde sodann für die Hundereisen umgebaut. Näheres dazu hier: http://www.tsv-tieroase-marburg-giessen....7a2d/index.html!)




Nur 2 Sitze breit ist Platz zum "Leben" - zum Schlafen ...


Bei Nacht durch Frankreich - Stunde um Stunde rollt der Bus dahin - erst einen Teil der Strecke haben wir bewältigt - die Nacht ist lang ...



Am Morgen sind wir froh, dass es wieder hell wird. Wir sind unterwegs in Richtung Barcelona. Das zunehmende Tageslicht lässt unsere müden Augen brennen - und Kaffee gibts auch keinen.







Aber die Sonne scheint und der spanische Himmel ist strahlend blau.




Das letzte Stück auf der Autobahn ... Communidad Valencia
Alle sind müde, die Nacht war lang und auf 2 Sitzen schlafen nicht einfach.
Anita hat sich hinten ins Bett gelegt ...



Auf der Landstraße, hinter Valencia ...
Wir kommen unserem Ziel näher - noch ca. 1,5 Stunden bis Casas Ibanez ...



Durch die Dörfer
... wir sind bald da. Anita schläft noch - sie hat in der Nacht kein Auge zugemacht. Bin erstaunt, wie fit und gut gelaunt beide Fahrer sind.



Es ist zwar eine "Bordküche" vorhanden im Bus, aber die Kaffeemaschine geht nicht ...


Grüße von der Flitzewiese

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.



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#2

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:16
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

Ziemlich genau am Mittag, 12 Uhr, erreichen wir Casas Ibanez und parken den Bus an der Stierkampfarena.



Nach ca. 26 Stunden Fahrt (2 Minipausen inbegriffen) freuen wir uns schon fast auf den Fußweg durchs Dorf zum Hotel.



Von der Leiterin des Refugio Casas Ibanez sollten unsere 5 Zimmer gebucht worden sein. so sind wir nicht gerade begeistert als wir hören, dass wir auf drei verschiedene Hotels verteilt werden sollen. weil nicht gebucht war und in diesem nur noch 2 Zimmer zur Verfügung standen. Mir ist sowas nicht unbekannt - schon früher, als wir (Nothunde La Mancha) noch Galgohilfe Casas Ibanez waren, hatte ich solche und ähnliche Erlebnisse. Letztlich können wir es schaffen, dass Klaus und Anita ihre Zimmer in diesem Hotel beziehen und Markus, Doreen und ich gemeinsam unsere Zimmer in der Hotel-Filiale anderthalb Straßen weiter beziehen können. Unsere Zimmer sind riesig - schon fast wie kleine Appartments.








... Und das für 32 Euro pro Person und Nacht - da kann man wohl nicht meckern!
Klamotten abstellen, ein bisschen frisch machen und dann treffen wir uns für einen Kaffee - endlich! - wieder im "Ausgangshotel". Jetzt ist erstmal "Freizeit" angesagt und wir wollen das bisschen Zeit, das wir haben, auch genießen und Spaß haben. Wir beschließen, die Spenden erst am nächsten Tag zum Refugio zu fahren und diesen Nachmittag und Abend einfach nur faul und lustig zu sein. Dem Kaffee folgen einige Biere und ein Dorfspaziergang zum Einkaufen von ein paar Dingen.

Männer sind albern ... 8)






Das Abendessen für 12 Euro - mit drei Gängen (ich schaff natürlich nur einen) - da kann man auch nix sagen. Und beim Essen und Trinken lässt es sich herrlich quatschen - über das Erlebte, über das was man noch machen möchte, über den Ablauf des nächsten Tages ...
Noch ein Bierchen mit nehmen fürs Zimmer - Doreen und ich laufen mit jeweils einer Flasche in der Hand durch die nächtlichen Straßen zu unserem Hotel - meine Güte, was müssen wir für einen Eindruck hinterlassen haben ... :wink: - egal, auf der Bettkante sintzend austrinken, umfallen und erstmal schlafen ...!
Der 25. beginnt gemütlich - zwischen neun und zehn treffen wir uns zum Frühstück. Evagrio kommt gegen halb zwölf, wir haben um zwölf Termin beim Bürgermeister des Nachbardorfes wegen der Perrera. Anita, Doreen, Klaus und Markus wollen ins Refugio und die Spenden ausladen. Wir von Nothunde La Mancha haben allein 400 kg Futter mitgebracht und noch ein wenig Kleinkram wie Körbchen, Halsbänder und Leinen, Desinfektions- und Reinigungsmittel und Verbandsmaterial.
Sie werden von dem ängstlichen Sancho, der ebenso ängstlichen Kenia und dem alten kranken Roqui empfangen, die vorm Tierheim angebunden sind. Sancho und Kenia gucken nur, aber Roqui freut sich über den Besuch mit den streichelnden Händen und er bekommt vom deutschen Team zuallererst einmal einen neuen, schön dicken, warmen Mantel, denn seiner ist nichts als ein altes umgebundene Mantelteil, das auch schon kaputt ist.





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#3

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:17
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

Spenden ausladen






]
















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#4

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:18
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

Eindrücke vom Refugio























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#5

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:20
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

In der Zeit, als Anita, Doreen (Danke übrigens Doreen für die Fotos vom Refugio!), Klaus und Markus im Refugio sind, habe ich meinen Termin beim Bürgermeister in Villamalea, einem Nachbardorf von Casas Ibanez, das noch eine Perrera hat.
Senor Alcalde ist ein sehr freundlicher, sympathischer Mann, der schon bei meinem ersten Besuch bei ihm am 18.10. recht interessiert erschien. Sicher sind ihm die Hunde relativ egal und klar möchte er, dass wir die Hunde alle übernehmen, möglichst zügig aus der Anlage holen, damit seine Gemeinde weder Arbeit noch Kosten damit hat. Er war jedoch auch nicht abgeneigt als ich ihm mitteilte, dass wir nicht alles tragen können, aber gerne dafür sorgen möchten, dass die Gemeinde beim Betrieb der Perrera Kosten einspart - wenn endlich das Töten dort aufhört. Es war sicher nicht das, was er gerne hören wollte - aber immerhin ist er bereit, einen Vertrag mit uns zu machen. Inwieweit das jedoch letztlich tatsächlich durchführbar ist, bleibt abzuwarten ...
Bei diesem Besuch jedenfalls überreichte ich ihm unseren (Nothunde La Mancha, Dogs and Friends und Podencorosa) gemeinsamen Brief und erhielt im Gegenzug seine Aufstellung über die monatlichen Betriebskosten der Anlage. Zum Abschied schenkte er mir einen Karton mit drei Flaschen gutem La Mancha Wein (die ich dann nachher leider bei Evagrio im Auto vergaß), Evagrio, der das Gespräch führte, und Diana und Mariano, die für mich auf wenigstens Englisch übersetzten, bekamen auch guten Wein von Senor Alcalde :) .
Anschließend fuhren wir zur Anlage, um den dortigen Hunden für den nächsten Tag schon die Halsbänder anzuziehen. Herr Bürgermeister hatte mir erlaubt zu fotografieren, jedoch Pedro, der Dorfpolizist und Schlüsselgewaltige, verbot es mir ...
Drei neue Hunde waren dort - wir besprachen, dass sie am nächsten Tag mit nach Casas Ibanez sollten ...

Es war ungefähr vier Uhr, als ich ins Hotel zurück kam, ich trank zuerst einen Kaffee und dann ein Bier und wartete auf die anderen. Als sie kamen, machten wir noch ein bisschen das Dorf unsicher - ich sag ja - Männer sind albern (wir Frauen so gar nicht ...) :razz: !





Als wir so in eine Kneipe gingen, machten alle lauthals "Muuuhhh" - auweia :lol: - wir haben wieder "den richtigen" Eindruck hinterlassen ... :wink: !


Doch Klaus blies irgendwann zum Aufbruch, denn wir wollten pünktlich zum Abendessen im Hotel sein.


Nach dem Essen wollte Anita gern einen doppelten Bacardi trinken - sie bestellte "dos Bacardi" - ich korrigierte sie mit "un grande Bacardi" und das kam dabei heraus :lol: :

Sehr stimmungsanregend :lol: - doch, wir hatten wirklich Spaß! (und ich machte so meine "Studien" ...)


























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#6

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:22
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

26.11. - Lade- und Abreisetag.
Früh gings los - 7 Uhr Aufstehen, ein bis zwei Kaffee trinken - mir wars noch zu früh zum Frühstücken. 9 Uhr war Treffpunkt am Refugio - Evagrio wollte mich abholen, um die Hunde aus der Tötung, die ich hatte reisefertig machen lassen, zu holen. Wir warteten, er kam nicht. Also bin ich gegen halb neun mit los in Richtung Stierkampfarena zum Bus. Puh - ganz schön kalt isses da in den Bergen so früh am Morgen ... Jemand zupft mich am Ärmel - Mariano und Diana. Mariano nimmt mich an der Hand und rennt mit mir über die Straße zu einem weißen Lieferwagen, Evagrio sitzt drin. Ich steige zu und wir fahren nach Villamalea.
Pedro ist noch nicht da, Evagrio, Diana und Mariano beginnen mit dem Aufbau der Boxen und der Wind pfeift um den "Bunker" - die Hunde bellen drinnen.




Eigentlich wollte ich das Einladen der Hunde filmen (immer in der Hoffnung, dass ich unentdeckt ein Stück der Anlage mit draufkriege - so "ganz aus Versehen" ...), aber dann ging mein Telefon und Pedro kam mit den Übernahmepapieren ...


Zurück in Casas Ibanez (das ist nicht weit - ca. 11 km) ist schon mächtig Getümmel am Bus - nicht nur die Casas-Hunde und "meine" Villamalea-Hunde werden dort eingeladen, etliche Tierschützer aus der näheren und weiteren Umgebung sind gekommen, um ihre Tiere mit nach Deutschland zu schicken in ein besseres Leben.


unser "weißer Riese", die süße Farma aus Albacete


Unsere kleine wilde Sombra aus Albacete - von der Verletzung durch die eingewachsene Kette ist nichts mehr zu sehen, lediglich eine kleine Wulst ist am Hals unter dem Fell zu fühlen.


Gleich werden auch "meine" Tötungshunde verladen - Evagrio reicht schon die papiere rein.


Mariano mit Peque, der durch unsere Tierschutzfreundin Rosi (www.dogs-and-friends.de) bereits eine eigene Familie gefunden hat


Diana mit Copito, dem kleinen "Labradackel", der eine Pflegestelle in der Schweiz hat


Der liebe Evagrio mit Fransenmann Tito, der eine Pflegestelle in Elmshorn hat


Und Mariano holt noch Samson


und Rex,

die beide Aufnahme bei unserem Tierschutzfreund Dirk (www.podencorosa.de) finden.


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#7

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:30
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

Unsere Hunde sind alle schon im Bus und ich habe noch etwas Zeit, mir die drei Neuen aus Villamalea anzusehen, die wir mitgenommen haben nach Casas Ibanez. Sie sollen dort im Refugio bleiben und in Ruhe und mit Sorgfalt auf ihre hoffentlich baldige Reise vorbereitet werden.

Cielo (Himmel), ein ca. 3 - 4 Monate altes Dackel-Mixchen (unvorstellbar, dass ein Welpe bereits in einer Tötungsstation landet!!!)














Diana, Jagdhündin, geschätzte 4 Jahre und ein bisschen unsicher bis ängstlich, aber heilfroh, aus dem Kerker und bei einem Menschen zu sein









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#8

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:31
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

Um Dandy, den ca. 5-jährigen Boxer noch zum Fotoshooting aus der Box zu holen, blieb leider keine Zeit - das Einladen war fertig, Klaus wollte starten und Evagrio wollte die drei Neuen noch schnell zu Juan Manuel, dem Tierarzt, ins Dorf bringen, damit die drei schon ihre Tollwutimpfung und den Pass bekommen.




So fuhr Evagrio ins Dorf zum Impfen und wir fuhren los in Richtung Valencia, wo auch noch etliche Hunde auf "den Bus in die Freiheit" warteten.
Anita sitzt kaum im Bus, da fängt sie an Papiere zu sortieren und zu gucken, ob auch alle Hunde in den richtigen, geplanten Boxen sitzen. Natürlich sind inzwischen noch Nachmeldungen zum Transport gekommen und natürlich versucht Anita, auch diesen Hunden eine Reise ins Glück möglich zu machen. Aber wenn keine passenden Boxen mehr da sind, gehts halt nicht. So schaut sie, ob sie vielleicht Hunde umsetzen kann - die Größenangaben stimmen oftmals nicht und es passiert, dass die Hunde größer oder kleiner sind und damit die für sie vorgesehenen, geplanten Boxen zu klein oder zu groß. Es können noch Hunde umgesetzt werden, so dass eine große Box frei wird und eine der "großen Nachmeldungen" doch noch mitfahren kann.
Noch sind die Hunde nervös und aufgeregt und ich bin ganz baff, dass wir im Bus deutsches Radio hören können.


Dann wirds Zeit, die Tränken zu füllen und die ersten haben sich schon vollgekackt. Na prima - in Casas wurden wieder so manche Hunde vorm Transport gefüttert ...


Die Hunde sind schon ruhig, nur die fünf Katzen aus Albacete machen Radau. Markus füllt die Flaschen nach - die erste Ladung wasser ist schon verbraucht, und Anita und Doreen machen die Welpen sauber, die im viertelstundentakt ihre Boxen vollkacken.
Galgo Belmonte ist auch noch vor der Reise gefüttert worden (die lernen das wohl nie) und es geht ihm überhaupt nicht gut - es kommt ihm vorne und hinten raus und er hat dadurch ein Kreislaufproblem.




Belmonte ist nun auch gereinigt, gekühlt und beknuddelt, es geht ihm wieder besser und in der sauberen Box legt er sich auch hin. Aufgeregt ist er aber dennoch.


Markus hat nochmal die Wasserflaschen zum Tränken aufgefüllt; Doreen tränkt wieder und Anita "darf" schon wieder die drei Hundekinder aus Casas säubern ...


Als wir so ca. viertel vor zwei auf dem schönen großen Parkplatz der Tankstelle nahe des Refugio der SVPAP in Valencia ankommen, sind noch keine Hunde da. So ist Zeit, die Abfälle zu beseitigen, die Abfallbehälter zu reinigen und neu mit Müllsäcken zu bestücken und wieder Wasser in die Tränkflaschen zu füllen.


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#9

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:32
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

Wir beginnen schon mal mit dem Ausladen der Spenden fürs Refugio der SVPAP, einem großen Tierheim mit zwischen 400 und 500 Hunden (www.svpap.com).



Während Markus sich ums Wasser für während der Weiterfahrt sorgt, komen allmählich die Tierheimmitarbeiter und freiwilligen Helfer mit den Reisehunden und helfen auch beim Spendenausladen.





















Der blinde Alf


Der blinde Copo



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#10

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:35
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

Gerald Blue, oder Brad Blue oder wie auch immer - auf jeden Fall der bernsteinfarbene Schönling mit den stahlblauen Augen, der Hund ohne Fehl und Tadel, der alles und jeden einfach niederknutscht und wenn man unter seinen Küssen endlich am Boden liegt, legt er sich lächelnd und höchst zufrieden und um Schmusen und Spiel bettelnd oben drauf - wer den bekommt, hat einen wirklichen Sechser im Lotto!










Es sind einige, die inzwischen am Bus sind.







Hund um Hund verschwindet im Bus ...



Und zurück bleiben oftmal traurige Pfleger, ehrenamtliche Tierheimhelfer oder Pflegebetreuungen.







Ich kann das sooo gut nachvollziehen - ich hätte beinahe mitgeheult ...


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#11

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 20:37
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

Schließlich ist auch der letzte Hund aus dem Raum Valencia im Bus und die Fahrt geht weiter mit der üblichen Versorgung an der Küste entlang in Richtung Barcelone (Streitpunkt der Fahrer: wie spricht man es richtig? Barcelona oder "Batzelona? :razz: - typisch Hessen!), wo noch fünf Mietzen zusteingen sollen.



als wir bei "Batzelona" ankommen, ist es bereits dunkel - einer versucht, sich aus der Box zu buddeln ...






Dann beginnt die Fahrt durch die lange Nacht - es ist schlechtes Wetter angesagt - tiefe Minusgrade und Schnee - auweia, hoffentlich kommen wir ohne probleme durch!
Inzwishen fallen mir immer mal wieder die Augen zu - für ein Stündchen, oder ein halbes Stündchen, und dann wieder für ein Stündchen - es ist, während der Bus rollt, unglaublich ruhig. "Reinigungsarbeiten" sind nicht mehr erforderlich - die Casas-Welpen sind inzwischen "leer" :wink: , alle haben Wasser und Ruhe und schlafen.

Am frühen Morgen, so um ca. acht Uhr, erreichen wir die Raststätte Breisgau Ost (im Schnee - die Fahrt war aber problemlos), wo die ersten Hunde aussteigen dürfen. Doreens Knutschopfer, die süße Podenca, unser kleiner Labradackel Copito aus der Perrera Villamalea, der süße kleine Bruno aus Valencia, Galgo Dady/Cobete aus Casas Ibanez, Ator, der Riesenjagdhund aus Casas Ibanez und noch einige andere.

















Klops Ator muss Markus aus dem Bus hieven ...




Dady/Cobete - freundlich, unkompliziert, ein Schatz auf vier Pfoten.


Copito wird von Newland abgeholt - einer unserer Valencia-Hunde, der uns besonders viel Sorgen machte, der eine besonders fähige Pflegemutti bekam Anfang diesen Jahres, dem wir schließlich das rechte Hinterbeinchen amputieren lassen mussten und den seine Pflegemutti nach so vielen durchwachten Nächten nicht mehr gehen lassen konnte. Newland ist ein Sonnenschein - da wars grad passend, dass er den übermütigen Lümmel Copito in Empfang nahm :D !





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#12

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 27.01.2011 21:13
von ElRefugio2005 | 4.009 Beiträge

Es fährt die Polizei vor - gerade, als wir fertig sind mit der Übergabe der Hunde an ihre "neuen Menshcen". Die Polizisten sind sehr freundlich - wir wurden angezeigt, sagen sie und sie müssen, wenn sie den Bus mit seiner "Ladung" so betrachten, leider das Veterinäramt herbeirufen. Also müssen wir warten und die noch im Bus vorhandenen Tiere werden nervös - sie haben nun schon um die oder gar über (so genau hab ich das nicht nachgerechnet) 18 Stunden in den Boxen hinter sich und möchten doch auch so gerne endlich aussteigen dürfen.
Die wartezeit wird genutzt zum Gespräch mit den Polizisten über Bestimmungen oder auch Nicht-Bestimmungen - ich stelle mal wieder fest, dass bei der deutschen Gesetzgebung oftmals offenbar die Rechte nicht weiß, was die Linke macht und so den Amtspersonen ein riesengroßer individueller Ermessensspielraum eröffnet ist, was nicht unbedingt zur Erfüllung klarer Richtlinien geeignet ist. Das heißt im Umkehrschluss, man kann sich die allergrößte Mühe machen, alle Bestimmungen und Richtlinien zu erfüllen, reist mit dem allerbesten Gewissen und der Gewissheit, alles Erforderliche getan zu haben, los und irgend eine Amtsperson, der man in die Fänge gerät und der das, was man tut, nicht in den Kram passt, hat die Möglichkeit, einen vor den Kadi zu ziehen.
Das Schlimmste an der Geschichte ist, dass am Ende die Tiere es ausbaden müssen - die, die am wenigsten dafür köännen, dass die Menschen eigentlich "Sch..." (Entschuldigung - aber was anderes fällt mir dazu nicht ein) sind!
So müssen unsere armen Viecher dank der Kontrolle unter dem Begriff "Tierschutz von Amts wegen" überflüssige lange vier Stunden mehr in ihren Boxen sitzen. Wem hat das nun gedient??? NIEMANDEM ...
Nachteiliges gefunden werden kann trotz aller Anstrengungen nichts, was den Transport der Tiere und die Tiere selbst angeht - es können aber Bestimmungslücken ausgenutzt werden den Verdacht zu erhärten, der Transport sei illegal. Nun - wir Betroffenen werden dafür kämpfen, dass wir nicht mehr als Hundehändler deklassiert und die Transporte von Klaus und Anita zukünftig ohne solche Aufenthalte die Hunde in ein besseres Leben bringen können.
Abgesehen von der nicht sehr schönen Art der Kontrolle muss ich jedoch erwähnen, dass die Amtsveterinärin nach Abschluss nochmal in den Bus einstieg und sagte, dass sie noch keinen so sorgfältig und derart tiershcutzgerechten Transport gesehen habe. Das bestätigt uns natürlich in der Richtigkeit dessen, was wir tun.
Grundsätzlich möchte ich hierzu noch bemerken, dass wir nichts dagegen haben, wenn wir kontrolliert werden - dies jedoch bitte IM SINNE des TIERSCHUTZES!
Genau genommen bedauere ich es, dass ich diesen "Zwischenfall" nicht auch in Bild und Ton dokumentiert habe ...

So kamen wir denn mit inzwischen recht mauligen Fahrgästen und vierstündiger Verspätung kurz nach 15 Uhr auf dem Autohof Gau-Bickelheim an, wo wir seit vielen Stunden schon sehnsüchtig erwartet wurden.

Alle sind nun glücklich - Tiere wie Menschen :)

























Alle sind gut angekommen - alle lernen mit Freude die neuen Dinge, die ihr neues Leben für sie bereit hält - alle werden endlich wirklich geliebt! Dafür tun wir das, was wir tun - für jedes einzelne Tier ...

Alf, der kleine blinde Giftzwerg sieht wahrscheinlich noch Schatten, Hell und Dunkel und er kuschelt mit der vorhandenen kleinen Hündin im Körbchen - obwohl er laut Aussage andere Hunde nicht gerne um sich hat. Copo findet sich 1a zurecht in seinem neuen Zuhause, hat keine Schwierigkeiten mit der Katze und genießt die Liebkosungen, die er so lange hat vermissen müssen. Yorky Pi ist leider nicht nur ein alter Yorky-Mann - Dank der kompetenten Pflegeeltern kann seine Lebensqualität enorm verbessert werden. Was wir nicht wussten: er hat beide Kniescheiben kaputt, ein viel zu großes Herz und eine ständig kollabierende Luftröhre. Auch wenn sein erster Weg hier im neuen Leben der in eine Tierklinik war, so kann er nun nach den vielen Jahren auf der Straße relativ beschwerdefrei noch ein, zwei schöne Jahre in seiner "Seniorenresidenz" genießen - er ist dort der König (meint er :D )!
Zeppo musste auch schon in die Klinik - man vergaß trotz aller sonstigen sorgfältigsten Untersuchungen, Bluttests etc., sich seine Hinterhand genauer unter die Lupe zu nehmen (bei 400 - 500 Tieren, die hauptsächlich von zwei Menschen alle versorgt werden, kann das schonmal passieren) - er hatte wohl mal einen Autounfall, sein rechtes Hinterbein weist einen alten Bruch auf, eine Gelenksversteifung und Sehnenverkürzung, wodurch er, da er damit schon 5 Jahre im Tierheim herumlief, mittlerweile HD hat. Er bekommt nun erstmal Medikamente und Physiotherapie, ein wenig Muskelaufbau und es geht ihm schon wieder richtig gut - er tobt mit seinen Hundekumpels mächtig herum im Auslauf! Copito hat inzwischen ein eigenes Zuhause, auch Tito ist glücklich - sein Frauchen, eine Tierärztin aus Pyrbaum hat ihn gesehen und gleich am Tag seiner Ankunft bei mir in Bonn zu sich geholt; Gerald Blue - naja, zu ihm brauche ich wohl nix mehr sagen - seine Pflegefamilie war ihm von der ersten Sekunde an erlegen :D und sie lassen ihn nicht mehr gehen. Sombra muss das Alleinsein noch etwas üben - sie betätigt sich dann gern als Innenarchitektin und Farma ist eine ganz stille, vorsichtige, aber eigentlich immer gut gelaunte Riesenmaus, die sich nicht ganz so schnell eingelebt hat. Dady fehlt bei seiner Pflegemutti nichts außer ein Hundekumpel - da trauert er noch etwas. Aber ihm wird bald geholfen sein, denn Moni gibt zum Jahreswechsel einem anderen, halb verhungerten Galgo einen warmen sicheren Pflegeplatz. Ansonsten ist Dady ein Hund Marke Traum-Galgo-Traum. Peque, der Winzling, hat dank Dogs and Friends.e.V. gleich in seiner eigenen Familie einziehen können und Samson hat Dank Dirk inzwischen auch schon ein eigenes Zuhause. Fehlt noch Rex (Karl), ein traumhafter Schäferhund, den unsere Sandra am liebsten gleich bei sich behalten hätte - aber wir hoffen alle sehr, dass auch er nicht mehr so sehr lange auf seine Menschen warten muss!

Ich habe nach dieser Reise ca. 2 Wochen gebraucht, wieder einigermaßen zu Kräften zu kommen, aber nu bin ich wieder "an Bord" und werde euch weiter mit meinen Bildern und Berichten ärgern :razz: .

Ich wünsche euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit und ein friedvolles Weihnachtsfest - aber bis dahin gibts noch den ein oder anderen "Treffpunkt Leons Flitzewiese" ...

Liebe Grüße, eure Karin


Grüße von der Flitzewiese

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zuletzt bearbeitet 27.01.2011 21:15 | nach oben springen

#13

RE: Spanienreise 23. - 27.11.2010

in Neuigkeiten rund um die Perrera 28.06.2012 01:31
von Lulatsch und Möpsi | 1.583 Beiträge

Es ist unglaublich, aber diesen ganzen Themenabschnitt sehe ich heute zum ersten Mal!!!
Ey gucktzs mal: der Beitrag ist über 1 Jahr alt !!!!!!!!!!
(Ich bin, wie immer, die Forenübersicht durchgegangen nach ungelesen Beiträgen)

Zum Glück werde ich ja über sowas immer von Karin fermündlich informiert und alles ist eh schon veraltet, aber die Funktionsfähigkeit unseres Forenanbieters möchte ich jetzt doch mal ernsthaft in Frage stellen!


Liebe Grüße von ULLi mit Dali & Barón



Wenn Hunde klein sind, gib ihnen tiefe Wurzeln. Wenn Hunde groß sind, gib ihnen Flügel!
(indianisches Sprichwort)

zuletzt bearbeitet 28.06.2012 01:37 | nach oben springen


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